Wie funktioniert ein Wärmeverbund?

Möchten Sie wissen, wie ein Wärmeverbund funktioniert? Wir erläutern Ihnen die Funktionsweise unserer Wärmeverbunde.

Seewasser-Wärmeverbunde in Nidwalden

Im Vierwaldstättersee schlummert massgebliches Potenzial für die Gewinnung klimafreundlicher Energie, denn der See ist eine grosse Wärmequelle. Diesen nutzen wir künftig für die geplanten Wärmeverbunde in Buochs und Hergiswil zum klimafreundlichen Heizen der Häuser und zur Aufbereitung des Warmwassers.

 

Holz-Wärmeverbund in Hergiswil
Aber auch Holz ist eine natürliche und nachwachsende Ressource, die seit Jahrhunderten zur Wärmegewinnung verwendet wird. So wird Holz aus Hergiswiler Wäldern für den Betrieb des Wärmeverbundes Zwyden in Hergiswil genutzt.

SEEWN Buochs: so funktioniert's

So funktioniert die Wärmegewinnung
aus Seewasser

In den Gemeinden Buochs und Hergiswil sollen Wärmeverbunde entstehen. Als Wärmequelle dient das Wasser des Vierwaldstättersees.

  1. In einer Tiefe von rund 30 Metern ist der See konstant vier bis acht Grad warm. In dieser Tiefe wird das Seewasser angesaugt und in eine Energiezentrale geleitet.
  2. In der Energiezentrale wird das Wasser über einen Wärmetauscher in einen geschlossenen Kreislauf geführt. Dieser ist an eine Wärmepumpe angeschlossen, die das Wasser eines weiteren Kreislaufs mit wenig Energiezufuhr – ebenfalls aus erneuerbaren Quellen – auf bis zu 70°C erwärmen kann.
  3. Das erwärmte Wasser wird über Leitungen direkt in die Häuser verteilt und kann zum Heizen und für die Warmwasseraufbereitung genutzt werden.  

FAQ
Wärmeverbund

Wie verhält es sich mit den Reservationskosten im Anschlussvertrag?

Im Grundsatz:

Die Anlage ist technisch bedingt in ihrer Leistung limitiert. Das EWN hat zum Ziel, die Anlage maximal auszulasten. Sollte dies gelingen hätten Kunden, welche die Anschlussleistung nicht reservieren, das Nachsehen. D.h. das EWN wäre dann technisch zu diesem Zeitpunkt nicht in der Lage Wärme zu liefern. Der Kunde müsste sich gedulden, bis wieder freie Kapazitäten zur Verfügung stehen.

Wie hoch ist das Risiko für den Kunden:

Stand heute hat das EWN ca. die Hälfte der technisch möglichen max. Leistung verkauft.

Für kleine Kunden (<20kW) ist das Risiko eher klein. Durch kontinuierliche Betriebsoptimierungen müsste eine derart kleine zusätzliche Last imöglich sein.

Bei Grosskunden ist es sinnvoll, die Leistung zu reservieren.

Wann bekommt der Kunde die erste Rechnung (Anschlussgebühren)?

Der Anschlusskostenbeitrag wird fällig, sobald der Fernwärmenetzanschluss vollständig erstellt und abgenommen ist.

Gibt es einen Förderbeitrag wenn der Anschluss ins Grundstück oder Gebäude geführt wird?

Nein, der Förderbeitrag wird erst ausbezahlt, sobald die alte Heizung demontiert und der Fernwärmeanschluss in Betrieb ist.

Ist die Energielieferung auch im Sommer gewährleistet?

Ja, die Wärmelieferung ist das ganze Jahr gewährleistet, um im Sommer die Erzeugung des Brauchwarmwassers sicherzustellen.

Wieso kann anstelle von heissem Wasser nicht einfach Seewasser zu den Häusern geführt werden, wenn es in den erschlossenen Liegenschaften ohnehin neue Wärmetauscher benötigt?

Wenn zu den Liegenschaften anstelle des heissen Wassers lediglich Seewasser zugeführt würde, würde es in den einzelnen Objekten jeweils eine Wärmepumpe zur dezentralen Wärmeerzeugung benötigen.

Lernen Sie die Vorteile von Wärmeverbunden kennen.

Haben Sie Fragen zum Wärmeverbund?
Nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

Adrian Burri
Leiter Geschäftseinheit Wärme
Roland Gisler
Projektleiter Wärme Buochs
Sven Arnold
Projektleiter Wärme Hergiswil