Grossflächiger Glasfasernetz-Ausbau
in Nidwalden

Das EWN baut im Kanton Nidwalden in Kooperation die Glasfaserleitungen aus.

Bau des Glasfasernetzes

Die steigenden Bedürfnisse nach höheren Bandbreiten für Internet, Telefonie, TV und neuen Diensten können langfristig mit den bestehenden Kupfernetzen nicht abgedeckt werden, da diese an die Grenzen ihrer technischen Kapazität gelangen. Deshalb erschliesst das EWN in den kommenden Jahren gemeinsam mit Swisscom und Swiss FibreCo den Kanton Nidwalden mit Glasfaserleitungen.

Grossflächige Erschliessung

Mit dem Ausbau des FTTH-Netzes (Fibre to the home) möchte das EWN im Siedlungsgebiet grossflächig alle privaten Haushalte und gewerblichen Liegenschaften in ganz Nidwalden ans schnelle Glasfasernetz anschliessen. Der Ausbau wird gebietsweise erfolgen. Die Gemeinden Buochs, Dallenwil, Ennetmoos, Ennetbürgen, Oberdorf, Wolfenschiessen und Emmetten werden durch das EWN mit Glasfasern ausgebaut. In der Kooperation mit dem EWN baut Swisscom die Gemeinden Hergiswil, Stans und Stansstad mit Glasfasern aus.  Die Swiss FibreCo AG ergänzt das bereits hohe Know-how vom EWN und sorgt dafür, dass weitere Telekomanbieter aus der Schweiz das Netz vom EWN nutzen werden.

Geplanter Ausbau

GemeindeAusbaujahr
Buochs2025/2026
Oberdorf (inkl. Büren)2026/2027
Ennetbürgen2027/2028
Wolfenschiessen (inkl. Oberrickenbach)2027/2029
Dallenwil (inkl. Wirzweli)2028/2029
Ennetmoos2028/2030
Emmetten2029
Stans2025/2026 (befindet sich im Ausbau durch Swisscom)
Hergiswil2026/2027 (befindet sich im Ausbau durch Swisscom)
Stansstad2027 (wird durch Swisscom ausgebaut)

Meilensteine

Erfahren Sie hier, welche wichtigen Meilensteine bereits erreicht wurden.

Meilensteine

Vorgehen beim Ausbau

In einem ersten Schritt wird mit den entsprechenden Liegenschaftsbesitzerinnen und -besitzern Kontakt aufgenommen und die nötigen Formalitäten geklärt, bevor dann der eigentliche Ausbau beginnt.

So funktioniert der Anschluss ans Glasfasernetz

KFN wird das Netz nutzen

Das leistungsfähige Glasfasernetz vom EWN wird auch von der lokal verankerten KFN genutzt. KFN besitzt zwar bereits ein modernes Kommunikationsnetz, dieses wird aber in Zukunft durch das FTTH-Netz abgelöst und schrittweise zurückgebaut. Dadurch steigert KFN die Qualität, verbessert die Effizienz in der Datenübertragung und senkt den Stromverbrauch. Nachwievor wird KFN auf dem neuen FTTH-Netz die bisher bewährten Telekommunikationsdienste anbieten.

Offenes Glasfasernetz für andere Dienstanbieter

Der FTTH-Ausbau erfolgt im Open-Access-Ansatz und wird allen Dienstanbietenden (Providern) zur Verfügung stehen. Dadurch wird den Mietern und Eigentümerinnen neben KFN die grösstmögliche Auswahl an Telekommunikationsanbietenden ermöglicht.

Investition für die Zukunft

Diese Investition ist ein wichtiger Schritt in die Zukunft und bringt eine Vielzahl an Vorteilen für die Nidwaldner Bevölkerung sowie auch die Nidwaldner Volkswirtschaft. Geplant ist, dass alle Liegenschaften im Siedlungsgebiet (Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser, Gewerbe) im Kanton Nidwalden ans Glasfasernetz angeschlossen werden und in den Genuss von schnellem Internet sowie höheren Standards bezüglich Sicherheit und Stabilität kommen. Für die Nidwaldner KMU und Unternehmungen bildet der flächendeckende Glasfasernetzanschluss einen zusätzlichen Standortvorteil.

Viele Vorteile
für Nidwalden

Dank dem Bau des Glasfasernetzes profitiert die Bevölkerung und damit Sie direkt von wichtigen Vorteilen:

  • Die Nutzer des FTTH-Netzes erhalten einen Internetzugang mit höchstem Standard bezüglich Geschwindigkeit, Sicherheit und Stabilität.
  • Im Siedlungsgebiet werden grossflächig alle Liegenschaften in Nidwalden mit Glasfasern erschlossen.
  • Das Glasfasernetz wird als offenes Netz (Open Access) für alle Serviceprovider gebaut. Das ermöglicht Ihnen die grösstmögliche Auswahl an Telekomanbietern.
  • Die Hoheit über das Glasfasernetz verbleibt im Kanton Nidwalden.
  • Für Nidwaldner KMU und Unternehmungen bildet der flächendeckende Glasfasernetzanschluss einen zusätzlichen Standortvorteil.
  • Das EWN baut in Kooperation mit Swisscom effizient – mit tiefen Kosten und hohen Synergieeffekten.
  • Mitarbeitende des EWN stehen als lokale Ansprechpartner zur Verfügung.

FAQ
Glasfasernetz

Wozu eine Investition in ein neues Netz?

Glasfasernetze übertragen Daten aller Art optisch und ultraschnell auf einer für das menschliche Auge unsichtbaren Lichtwellenlänge. Glasfasernetze haben gegenüber der Datenübertragung auf einem Kupferkabel grosse Vorteile in Bezug auf die Datenübertragungsgeschwindigkeit und symmetrischen Bandbreiten für Down- und Uploads. Glasfasern sind hauchdünne Lichtwellenleiter aus Glas. Mittels Lichtimpulsen können Daten übertragen werden. Weil die Signale rein optisch übermittelt werden, sind Glasfaserkabel frei von Strahlung oder elektromagnetischen Feldern.

Wie funktioniert die Verkabelung im Haus?

Die Verkabelung im Haus erfolgt in 5 Schritten:

  1. Anschlussvertrag
  2. Planung der Erschliessung
  3. Bau des Hausanschlusses
  4. Verkabelung bis in die Wohnung
  5. Verkabelung innerhalb der Wohnung

Gebäudeerschliessung

Muss ich etwas unternehmen, um einen Glasfaseranschluss zu erhalten?

Liegenschaftseigentümer erhalten zu gegebener Zeit einen Vertrag für die Glasfasererschliessung. Dieses Dokument ist innert der angegebenen Frist unterschrieben zu retournieren, damit die Liegenschaft rechtzeitig für den Glasfaserausbau eingeplant werden kann. Bevor der Ausbau in einem Gebiet beginnt, werden die Eigentümer und Mieter schriftlich informiert. Damit mit der Montage des Hausanschlusskastens begonnen werden kann, ist wichtig, den Monteuren Zugang zu den entsprechenden Räumlichkeiten zu gewähren.

Wie wird mein Anschluss geplant?

Der Hausanschluss und die Hausverkabelung erfolgen in Absprache mit den Hauseigentümern oder der Gebäudeverwaltung. Für die Installation der Glasfasersteckdose (OTO-Dose) in Ihrer Wohnung oder Ihrem Unternehmen erhalten Sie eine Terminanfrage des von uns beauftragten Installations-Unternehmens.

Was muss ich beim Anschluss beachten?

Achten Sie darauf, dass der Gebäudeeinführungspunkt (BEP) an einem zentralen, gut zugänglichen Ort (z.B. bei der Elektroverteilung/im Technikraum im Erd- oder Untergeschoss) und bei Mehrfamilienhäusern nicht in privaten Räumlichkeiten wie einem Kellerabteil platziert wird.

Weitere Infos unter Gebäudeerschliessung mit Glasfasern

Wir haben einen Glasfaseranschluss, aber können über diese Leitung aktuell nur Quickline-Produkte beziehen?

Der Glasfaserausbau erfolgt im Open-Access-Ansatz. Das bedeutet, dass das Netz allen Dienstanbietern (Providern) zur Verfügung steht. Dadurch wird den Kundinnen und Kunden die grösstmögliche Auswahl an Telekommunikationsanbietern ermöglicht.

Was ist, wenn das Haus bereits mit Glasfaser von einem anderen Anbieter erschlossen ist? 

Das EWN und Swisscom nutzen dieselbe Infrastruktur für den Glasfasernetzausbau.  Den Vertrag hierfür wurde am 12. Mai 2025 unterzeichnet.

Welche Vorteile bietet das Glasfasernetz?

  • Sie erhalten einen Internetzugang mit höchstem Standard bezüglich Geschwindigkeit, Sicherheit und Stabilität.
  • Das EWN baut in Kooperation mit Swisscom ein für alle Serviceprovider offenes Netz (Open Access). Das ermöglicht Ihnen die grösstmögliche Auswahl an Telekomanbietern.
  • Wertsteigerung der Liegenschaft
  • Erschliessung und Betrieb sind kostenlos
  • Unsere Fachleute stehen als lokale Ansprechpartner unkompliziert und schnell zur Verfügung.
  • Im Siedlungsgebiet werden flächendeckend alle Liegenschaften in Nidwalden mit Glasfasern erschlossen.
  • Für Nidwaldner KMU und Unternehmungen bildet der flächendeckende Glasfasernetzanschluss einen zusätzlichen Standortvorteil.
  • Weil wir bereits eine sehr gute Infrastruktur haben, baut das EWN effizient – mit tiefen Kosten und geringer Einschränkung auf den Strassen sowie weniger Emissionen.

Wie zukunftssicher ist das EWN-Glasfasernetz?

Glasfasern sind extrem leistungsfähig. Eine einzige Glasfaser pro Haushalt genügt für die Bedürfnisse der anspruchsvollsten Kundinnen und Kunden. Und zwar auch, wenn sich die Geschwindigkeiten und Mengen der Daten in den kommenden Jahren um das Zwanzig- bis Fünfzigfache steigern sollten.

Was bedeuten die Abkürzungen im Zusammenhang mit Glasfasern (FTTH)?

Abkürzung Begriff Erklärung
SAR Site Acquisition Report Anschlussbericht über die Hauseinführung, BEP und Inhouse Installation (technische Aufnahme)
  Baulos Das Bauprojekt wird in kleinere Teilprojekte gegliedert, diese Teilprojekte werden «Baulos» genannt.
NE Nutzungseinheiten Anzahl Wohnungen und Geschäftsräume, welche einen Glasanschluss benötigen
BEP Building Entry Point / Hausübergabepunkt Der Hausübergabepunkt ist die Trennstelle zwischen dem Netz und der Hausinstallation.
BSO Bedienter Standort Der BEP befindet sich in einem Nebengebäude und die die Liegenschaft wird mit einer OTO erschlossen
FD floor distribution Etagenverteiler in grossen Liegenschaften oder Überbauungen, für die Verbindung zwischen BEP und OTO.
HAK Hausanschlusskasten Übergabepunkt vom Stromnetz zum Hausinstallation
HEF Hauseinführung Verbindung, wo das Glasfaserkabel in das Gebäude eingeführt wird
SZ Steigzone Geplanter Leitungsweg für die Erschliessung der einzelnen NE
OTO Optical Telecommunications Outlet Optische Telekommunikationsdose, Ort, bzw. Dose in einer Nutzungseinheit, wo die Gebäudeverkabelung endet und der Endkunde das Modem des

Telekomanbieters anschliessen kann

OTO-ID Bezeichnung der Glasfasersteckdose Eindeutige Identifizierung des Glasfaseranschlusses, wird benötigt für Signalaufschaltungen
G-OTO Gebäude OTO Anschluss für zusätzliche Anwendungen von EWN wie Smart Meter usw.
FTTH Fiber to the Home FTTH steht für "Fiber to the Home" und bedeutet, dass eine Glasfaserleitung direkt bis in die Wohnung oder das Haus des Endkunden verlegt wird.
OTO@BEP Optical Termination Outlet am Building Entry Point Einfamilienhäuser welche alleinstehend und maximal eine Nutzungseinheit (Wohnung) enthält, werde mit OTO@BEP erschlossen. Dabei handelt es sich um einen BEP in welchem die OTO integriert ist. Bei dieser Erschliessungvariante erübrigt sich eine nachgelagerte Inhouse-Installation. Der OTO@BEP Hausanschlusskasten wird in der Regel im technischen Raum des EFH beim Router (im Radius von max. 3,5m) montiert. Wenn das nicht möglich ist kommt eine Extension Installation zur Anwendung. Diese Überbrückungsinstalltion ist einfasrig und verbindet den OTO@BEP mit dem Routerstandort.

Haben Sie Fragen zum Ausbau des Glasfasernetzes?
Nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

Markus Felber
Leiter Telekom-Netze
Christoph Fischlin
Projektleiter FTTH Rollout