Seit vielen Jahren setzt sich das EWN aktiv für den Ausbau erneuerbarer Energien ein. Im Rahmen des Solarexpresses wurden zwischen 2023 und 2024 mögliche Standorte für alpine Photovoltaik-Anlagen im Versorgungsgebiet des EWN evaluiert. Diese wurden aus wirtschaftlichen Gründen vorläufig nicht weiterverfolgt. Die Bemühungen, geeignete alpine Standorte oder passende Beteiligungen zu identifizieren, wurden indes weiter vorangetrieben. Mit dem Solarkraftwerk Samedan konnte nun eine passende Beteiligung eingegangen werden. Das EWN kauft Anteile von der TNC Consulting AG und beteiligt sich damit mit 24 % an der Anlage.
Hoher Winterstromanteil
Das alpine Solarkraftwerk Samedan ist aus Sicht des EWN die beste, bekannte alpine Photovoltaik-Anlage in der Schweiz. Das Solarkraftwerk Samedan befindet sich direkt angrenzend zum Flughafen und in einer flachen Ebene. Mit der hohen Sonneneinstrahlung, der einfachen Zugänglichkeit, dem nahen Netzanschluss und der Nähe zur Besiedlung bietet der Standort aus technischer und finanzieller Sicht entscheidende Vorteile. Gleichzeitig ist die landwirtschaftliche und touristische Nutzung weiterhin möglich. «Uns ist keine bessere Anlage bekannt. Dank der ausgezeichneten Lage direkt neben dem Flughafen können die Baukosten verhältnismässig tief gehalten werden», erläutert Remo Infanger, Direktor des EWN. «Die Beteiligung am Solarkraftwerk Samedan entspricht vollends unserer Strategie und ermöglicht dem EWN eine lokale Diversifizierung der Produktion, insbesondere im kritischen Winterhalbjahr. Durch die starke Sonneneinstrahlung im Engadin liegt der Winterstromanteil der Anlage bei rund 47 %.»
Beteiligung an Partnerwerk
Mit der Beteiligung wird das EWN gleichzeitig Aktionär der gemeinsamen Gesellschaft Energia Solara Engiadinaisa SA. Der Projektentwickler TNC Consulting AG verkauft 24 % seiner Anteile an der Gesellschaft an das EWN. Die weiteren Aktionäre sind Energia Samedan, IWB, Alpiq und TNC. An der Generalversammlung vom 17. August 2026 wurde Remo Infanger, Direktor des EWN, als neues Mitglied in den Verwaltungsrat gewählt. Martin Merz, Verwaltungsratspräsident der ESE SA ist überzeugt: «Unsere Aktionäre kommen aus Bergregionen und aus dem Flachland. Ihnen ist gemeinsam, dass sie in Anlagen investieren, die erneuerbaren und wertvollen Winterstrom produzieren. Das alpine Solarkraftwerk in Samedan wird ebenso einen wichtigen Beitrag für die lokale Energieversorgung im Engadin wie auch im Kanton Nidwalden leisten.»
Nächste Meilensteine
Das Solarkraftwerk hat im Dezember 2025 alle nötigen Bewilligungen erhalten. Der Baustart der Anlage ist im Frühling 2027 geplant. Die erste Einspeisung von Solarstrom erfolgt voraussichtlich per Ende 2027. Dann soll die Hälfte der Anlage in Betrieb sein. Die komplette Fertigstellung der Anlage ist im Dezember 2028 geplant.
Informationen zum Projekt finden Sie unter www.engadin.solar
