Das EWN geht einen weiteren Schritt in Richtung nachhaltige und ressourcenschonende Energiezukunft. Mit dem Ausbau des Wärmeverbund-Netzes in Buochs und Hergiswil soll die natürliche Wärmeenergie des Vierwaldstättersees künftig noch besser genutzt werden. Die Bauarbeiten in Buochs haben bereits 2025 begonnen – ein zentrales Element sind die neuen Seewasserleitungen.
Ende Januar 2026 konnten die Seewasserleitungen gebaut werden. Die Kunststoffrohre wurden an Land zusammengeschweisst, beschwert und anschliessend ins Wasser gelassen. Danach wurden sie zur vorgesehenen Stelle im See gezogen und kontrolliert abgesenkt. Vom Quai bis zum Seegrund konnten die Leitungen grabenlos mit einem Spülbohrverfahren verlegt werden. Dieses Verfahren ist besonders schonend für die Umwelt und den See.
Sowohl die Entnahme- als auch die Rückgabeleitung haben einen Durchmesser von 35 Zentimetern. Die Entnahmeleitung zur Seewasserzentrale ist 180 Meter lang und führt von einer Tiefe von 33 Metern bis an Land. Die Rückgabeleitung ist 130 Meter lang und führt das Wasser in 17 Metern Tiefe wieder in den See zurück. Die Temperatur ist in dieser Tiefe das ganze Jahr stabil und optimal für die Energiegewinnung. Gleichzeitig bleibt der natürliche Lebensraum im Uferbereich geschützt. Während der Bauarbeiten werden die Leitungsstränge gut sichtbar markiert, damit die Schifffahrt sicher vorbeifahren kann.
Mit jedem Schritt kommen wir unserem Ziel näher: Nachhaltige Energie aus dem Vierwaldstättersee für Buochs! Ab 2027 wird durch diese Leitung Seewasser fliessen, dessen Wärmeenergie in der Seewasserzentrale genutzt wird – ein wichtiger Beitrag für eine umweltfreundliche Wärmeversorgung.