Ab 2028 heizt auch Hergiswil mit der Wärme aus dem Vierwaldstättersee. Die Baubewilligung für den Seewasser-Wärmeverbund hat die Gemeinde im Mai 2026 erteilt. Anfang Juni konnte mit dem Rückbau der bestehenden Wertstoffsammelstelle Lopper bei der ARA in Hergiswil begonnen werden – später wird diese wieder vollständig im Gebäude der Energiezentrale integriert. Auch erste Aushubarbeiten für die Seewasserleitungen wurden bereits gemacht. Heute beginnen die eigentlichen Arbeiten für die Energiezentrale. Sie bildet das Herzstück des Seewasser-Wärmeverbunds. In der Energiezentrale wird die Wärmeenergie aus dem Seewasser an einen Zwischenkreis abgegeben, mittels hocheffizienten Wärmepumpen erwärmt und dann über Fernleitungen zu den angeschlossenen Liegenschaften transportiert. Gemeinsam mit Vertretern der Gemeinde Hergiswil sowie dem Hauptplaner Anex Ingenieure AG, weiteren Fachplanern und Unternehmern fand im feierlichen Rahmen der offizielle Spatenstich statt. «Heute markieren wir einen wichtigen Meilenstein im Projekt und für unsere Energiezukunft. Schritt für Schritt setzten wir in den kommenden Jahren neben Buochs auch in Hergiswil eine nachhaltige und klimafreundliche Wärmeversorgung um», freut sich Remo Infanger, Direktor des EWN. Und auch Daniel Stadler, Gemeinderat von Hergiswil, ist überzeugt vom Wärmeverbund: «Die Gemeinde Hergiswil hat sich schon in der Vergangenheit strategisch mit der Entwicklung eines Wärmeverbunds im Dorf auseinandergesetzt. Wir freuen uns, dass dieses zukunftsweisende Projekt zusammen mit dem EWN nun konkrete Formen annimmt.»
