Baustart für den Grossbatteriespeicher

Beim Unterwerk Fadenbrücke in Buochs ist diese Woche der Bagger aufgefahren und der Bau des geplanten Grossbatteriespeichers ist gestartet. Die Anlage ermöglicht es, überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien zwischenzuspeichern und bei Bedarf wieder ins Netz abzugeben. Der Batteriespeicher soll ab Ende Sommer 2027 zur Netzstabilität und Versorgungssicherheit beitragen.

Mit dem Baustart des Grossbatteriespeichers beim Unterwerk Fadenbrücke beginnt die Umsetzung eines Projekts, das in den vergangenen Monaten geplant und bewilligt wurde. Das geplante Battery Energy Storage System (BESS) kann überschüssigen Strom, insbesondere aus erneuerbaren Energiequellen, zwischenspeichern und bei Bedarf wieder ins Netz einspeisen. Damit trägt die Anlage dazu bei, Schwankungen in der Stromproduktion auszugleichen, die Netzstabilität zu erhöhen und überschüssigen Solarstrom besser zu nutzen.

«Der Treiber hinter allen Batterieprojekten ist der massive Ausbau der Solarenergie. Damit entstehen starke, schlecht planbare Schwankungen im Netz, die wir ausgleichen müssen. Mit der Wasserkraft stossen wir dabei immer häufiger an Grenzen. Der Batteriespeicher schafft uns Abhilfe», sagt Roman Schilter, Leiter Produktion und Mitglied der Geschäftsleitung des EWN.

Die Anlage kann 25 Megawattstunden Energie speichern und eine Leistung von bis zu 12.5 Megawatt aufnehmen oder abgeben. Damit könnte sie während zwei Stunden den Strombedarf der rund 22’000 Haushalte in Nidwalden decken. Überschüssige Energie nimmt der Batteriespeicher innert Sekunden auf oder gibt sie bei Bedarf wieder ab.

Investition in die Energiezukunft

Der Grossbatteriespeicher ist Teil der langfristigen Strategie des EWN für eine sichere, nachhaltige und wirtschaftliche Energieversorgung im Kanton Nidwalden. Mit der geplanten Inbetriebnahme im Sommer 2027 erweitert das EWN seine Infrastruktur für die sichere Integration erneuerbarer Energien. Der Batteriespeicher ergänzt bestehende Produktions- und Netzanlagen und stärkt die Fähigkeit des Stromnetzes, auf kurzfristige Veränderungen bei Angebot und Nachfrage zu reagieren. Die Investition für die Anlage beläuft sich auf rund 10 Millionen Franken. Mit der Batterie werden unter anderem Kosten für Ausgleichsenergie reduziert.

Nächste Schritte

Diese Woche ist der Startschuss für den Bau des Grossbatteriespeichers gefallen. Die Hoch- und Tiefbauarbeiten dauern voraussichtlich bis Ende März 2027. Danach folgen die Installation der technischen Anlagen sowie die Inbetriebsetzungs- und Testarbeiten. Bei der Umsetzung setzt das EWN wo möglich auf regionale Unternehmen und stärkt so die Wertschöpfung in der Region. Der Grossbatteriespeicher soll Ende Sommer 2027 den Betrieb aufnehmen.

Die Bauarbeiten für den Batteriespeicher beim Unterwerk Fadenbrücke haben begonnen.