Was motiviert Sie auch nach 40 Jahren beim EWN noch?
Die Leute und vor allem unser Team motivieren mich tagtäglich. Für mich ist es immer schön, gemeinsam ein Ziel zu erreichen. Zudem ist die Arbeit abwechslungsreich und interessant. Ich konnte mich innerhalb des Unternehmens entwickeln und somit immer wieder andere Arbeit machen. Auch heute steht es nicht still. Die Anforderungen wachsen stetig.
Was blieb all die Jahre gleich?
Wir fangen immer um 7 Uhr morgens an. Und wir funktionieren nur im Team – wir sind keine Einzelmasken.

Sie haben vor 40 Jahren beim EWN die Lehre abgeschlossen. Was hat sich in der Zwischenzeit verändert?
Der Umgang mit den Menschen ist anders. Die Umgangssprache hat sich verändert. Früher war es hart. Heute geht das nicht mehr. Wir tragen Sorge zu unseren Mitarbeitenden. Die Arbeit ist auch anspruchsvoller. Es ist mehr Flexibilität gefordert. Die Leute wollen so weit wie möglich verlässliche Strukturen. Denn das Unerwartete auf der Baustelle kommt sowieso. Da ist es gut, wenn der Rest zumindest verlässlich und gut organisiert ist. Daran arbeiten wir tagtäglich.
Haben Sie je einen Arbeitsplatzwechsel in Betracht gezogen?
Ich habe mir nie Gedanken zu einem Wechsel gemacht, weil die Firma immer sehr sozial war. Man hat immer gut zu den Menschen geschaut. Daher konnte ich stets auf meinen Arbeitgeber vertrauen.
Was zeichnet das EWN als Arbeitgeber sonst noch aus?
Man lässt uns machen. Wir sind nicht eingeschränkt und haben viele Freiheiten im Job. Das macht es spannend. Man muss die Freiheit nehmen, wenn man sie bekommt. Ich konnte sie immer positiv nutzen.
Sie waren lange Zeit Lehrlingsausbildner. Was hat Ihnen an dieser Aufgabe gefallen?
Ja, ich habe wohl über 20 Lernende ausgebildet. Es ist das Zusammenspiel mit den Jungen. Das Schönste für mich ist immer, wenn sie das Fähigkeitszeugnis erhalten. Sie sitzen dann so ruhig im Saal, etwas nervös und strahlen, wenn sie es in den Händen halten.
Was können Sie Ihren jungen Berufskollegen mit auf den Weg geben?
Ich sage immer: Sei offen gegenüber Neuem und bleib anpassungsfähig.
Was hat sich an der Ausbildung zum Netzelektriker verändert?
Die Ausbildung ist professioneller geworden. Wir hatten keine Berufsbildner. Auch die Vorgaben sind genauer als früher. Die Ausbildung erfolgte damals viel individueller.

Fühlten Sie sich in den 40 Jahren vom Arbeitgeber gefördert? Und wenn ja, inwiefern?
Ich habe meinen Weg selber definiert und das EWN hat mich dabei unterstützt. So konnte ich auch eine Zeit lang im Jobsharing für KFN arbeiten.
2024 wurde eine Mitarbeiterumfrage durchgeführt. Gab es das vorher schon mal beim EWN?
Ja, das gab es schon zweimal. Die Resultate sind damals vor vielen Jahren in der Schublade gelandet. Jetzt sieht es anders aus. Es wurde kommuniziert, wie es weitergehen soll.
Wo sehen Sie Nachholbedarf beim EWN?
Ich kann nur für mich sprechen. Die Erwartungshaltung an mich werden grösser. Es stehen mehr Themen im Raum, wo wir einen Beitrag leisten müssen. Die Firma muss mit neuen Vorschriften umgehen, sie verstehen und umsetzen. Das ist in der ganzen Branche so.
Wie kann das EWN gute Fachkräfte gewinnen?
Es braucht gute Rahmenbedingungen. Die Leute müssen positiv über das Unternehmen sprechen. Wir müssen weiterhin Lernende ausbilden und sie fördern. Man darf den Lernenden das Vertrauen schenken und sie früh in die Prozesse einbinden. So bleiben sie uns auch nach der Lehre erhalten oder kommen nach einem „Ausflug“ bald wieder zurück.
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Was war Ihr Highlight in den 40 Jahren?
Nach einem grossen Umbau beim Kabelfernsehen hat es am Abschlussfest ein grosses Spanferkel gegeben. Das war ein tolles Projekt, das man miteinander gestemmt hat und dann auch gemeinsam den erfolgreichen Abschluss gefeiert hat. Dieses Fest werde ich nie mehr vergessen.
Was ist Ihnen privat wichtig?
Die Familie ist mir sehr wichtig. Daneben verbringe ich viel Zeit in der Natur und mit meinem Hobby – dem Fussball. Heute schaue ich die Matches zwar nur noch, die anschliessenden Diskussionen sind jedoch lebhaft wie eh und je.
Herzlichen Dank, Marcel Lehni für das Gespräch und Ihren wertvollen Beitrag für das EWN. Weiterhin alles Gute und viel Freude an Ihrer Arbeit.

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