FAQ Projekte

Neubau

Warum baut das EWN einen neuen Hauptsitz?

Das EWN entwickelt sich rasch vom reinen Stromanbieter hin zum umfassenden Energiedienstleister. Mit der strategischen Entwicklung neuer Geschäftsbereiche und der damit einhergehenden Professionalisierung wächst das EWN auch personell.

Die Platzverhältnisse am bestehenden Standort stossen an ihre Grenzen. In den Büros, bei den Sitzungsräumen, in der Logistik und auch die Parkplatzsituation ist knapp. Die Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Verkehr ist leider suboptimal.

Das Gebäude ist in die Jahre gekommen und müsste umfassend saniert werden (Fenster, Fassade, Dach, Haustechnik, Isolationen).

Mit dem geplanten Hauptsitz im Gewerbegebiet Faden in Buochs wird die Grundlage geschaffen, um weiterhin der zuverlässige, kostengünstige und zukunftsorientierte Energiedienstleister für den Kanton Nidwalden zu sein. Mit dem neuen zweckmässigen Gebäude werden zudem die Betriebsabläufe stark optimiert, die Arbeitssicherheit erheblich verbessert und die Betriebssicherheit (u.a. Hochwasserschutz, Brandschutz, Zutritt, Cyber) sichergestellt.

 

Welche rechtliche Legitimation gibt es für den Neubau und die Kompetenz des Verwaltungsrates?

Für die Sicherstellung der Kernaufgaben des EWN sind sichere, zukunftsfähige Betriebsstätten wie Lager und Büros notwendig. Art. 4 des EWN-Gesetzes verpflichtet das EWN dazu, Werkanlagen in gutem Zustand zu erhalten und dem Stand der Technik anzupassen. Damit ist der Neubau klar gesetzlich legitimiert, da der heutige Standort mittel- bis langfristig keine genügende Betriebssicherheit mehr bietet – insbesondere wegen ungenügender Hochwassersicherheit gemäss Einschätzung der Nidwaldner Sachversicherung.

Die Kompetenz für diese Investitionen liegt gemäss EWN-Gesetz klar beim Verwaltungsrat.

Weshalb wird nicht am bestehenden Standort neu gebaut?

Die Möglichkeiten für einen Ausbau am bestehenden Standort sind stark eingeschränkt. Es wurden zwei Varianten mit Machbarkeitsstudien untersucht. Beide ergaben suboptimale Ausbaumöglichkeiten und enorm schwierige betriebliche Abläufe während der Bauzeit. Zudem ist die Gebäudehöhe auf die heutige Höhe begrenzt. Ausserdem wäre mit Einwendungen aus der Nachbarschaft zu rechnen gewesen, was lange Verzögerungen ergeben hätte. Eine Umzonung wurde aktuell von der Gemeinde als nicht wünschenswert beurteilt.

Vor allem aber müsste am bestehenden Standort zur Einhaltung der Hochwassersicherheit aufwendige Schutzwerke gebaut werden. Besser wäre ein kompletter Neubau mit der Höhersetzung des EG um 1.5 m. Das wäre unter obigen Voraussetzungen kaum möglich gewesen.

Der Standort befindet sich neben einer Wohnzone und ist verkehrstechnisch nur bedingt geeignet.

Weshalb sind mehr Büroplätze nötig, wenn immer mehr Personen Teilzeit oder im Homeoffice arbeiten?

Den Effekt von Teilzeitarbeit und Homeoffice spüren wir auch beim EWN. Wir optimieren die Arbeitsplatzsituation wo wir können, und trotz-dem haben wir bereits zu wenig Platz.

Selbstverständlich sind diese Effekte auch in die Berechnung des künftigen Bedarfs eingeflossen.

Für uns ist es aber auch wichtig, dass sich die Mitarbeitenden in den Teams und darüber hinaus physisch treffen. Wir sind überzeugt, dadurch die besseren Arbeitsergebnisse zu erreichen und eine bessere Unternehmenskultur zu haben.

 

Weshalb werden Flächen zur Vermietung geschaffen?

Es werden zwei Etagen zur Vermietung für andere Gewerbetreibende geschaffen.

Die Genossenkorporation Buochs als Grundeigentümer fordert eine Mindestbauhöhe, um den genutzten Boden bestmöglich zu nutzen. Das EWN begrüsst dieses Anliegen der optimalen Ausnutzung der limitierten Landreserven im Kanton.

Die Mieteinnahmen werden einen positiven Beitrag zur Rentabilität des Gebäudes leisten.

Wie finanziert das EWN diesen Neubau?

Das EWN kann den Neubau mit den eigenen, bestehenden Finanzmitteln finanzieren. Im Laufe der weiteren Projektentwicklung wird geprüft, ob es vorteilhaft ist, wenn das EWN dieses Projekt mit einem Anteil Fremdkapital finanziert.

Hat das EWN genügend Geld, um die anstehenden Investitionen der Energiewende zu bezahlen?

Ja, das EWN macht seit Jahren eine langfristige Investitionsplanung, um stets handlungsfähig zu bleiben. Es ist ein grosser Vorteil, dass das EWN genügend Mittel zur Verfügung hat, um diese grossen Investitionen aus eigener Kraft zu tätigen. Zudem wäre das EWN kreditwürdig und könnte zu guten Konditionen Fremdkapital beiziehen, wenn das nötig wird oder vorteilhaft ist.

Wie sieht der Zeitplan aus?

Das Vorprojekt ist abgeschlossen.

Mit der Kreditfreigabe startet nun die Ausarbeitung des Bauprojekts. Eben erfolgte die Beauftragung des Generalplaners und die Planungsarbeiten können im Detail weitergeführt werden.

Die Baueingabe soll im Sommer 2026 erfolgen.

Der Umzug in den neuen Hauptsitz wird voraussichtlich 2028 stattfinden.

Was passiert mit dem alten Standort?

Die Räumlichkeiten auf dem bestehenden Grundstück des EWN in Oberdorf können in einem ersten Schritt als Gewerbeareal vermietet werden.

Mittel- bis langfristig ist ein Verkauf des Grundstücks vorgesehen. Das eröffnet neue Entwicklungsmöglichkeiten.

Wird auf Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit geachtet?

Auf eine hohe Energieeffizienz und den Einsatz nachhaltiger Materialien wird hoher Wert gelegt. Deshalb wird so viel wie möglich mit Holz gebaut. Die oberen zwei Etagen werden ausschliesslich in Holzbauweise realisiert.

Das EWN investiert insbesondere auch in entsprechende Energiesysteme. So wird auf dem Dach und der Fassade eine Photovoltaik-Anlage gebaut. Der produzierte Strom wird für den täglichen Stromverbrauch, aber auch für die Elektro-Ladestationen genutzt. Überschüssige Energie wird in einer Batterie gespeichert.

Noch in Abklärung ist, ob der entstehende Wärmeverbund in Buochs ins Gebiet Fadenbrücke verlängert wird und das Gebäude angeschlossen werden kann oder Grundwasser zum Heizen und Kühlen genutzt wird.

Gibt es Möglichkeiten zur Mitgestaltung oder Mitsprache durch Mitarbeitende?

Die Mitgestaltung durch Mitarbeitende ist auf verschiedenen Wegen vorgesehen.

Es bestehen verschiedene Nutzergruppen die aktiv mitgestalten. Es ist erwünscht über die Mitglieder der Nutzergruppen oder direkt beim Projektleiter Ideen und Anregungen einfliessen zu lassen.

Für alle Mitarbeitenden steht zudem eine Projektwand zur Verfügung. Dort gibt es laufend Informationen und es können Ideen eingebracht werden.